Cover: Radegunde von Thüringen

Radegunde von Thüringen

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Eine Königstochter, die alles verliert — und dennoch zur Legende wird.

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Im Jahr 531 endet an der Unstrut die Herrschaft der Thüringer Könige. Für die junge Radegunde, Tochter des Königshauses, bedeutet die Niederlage gegen die Franken den Verlust von allem: Heimat, Familie, Jugendliebe. Als Kriegsbeute fällt sie in die Hände des Frankenkönigs Chlothar, der in ihr mehr erkennt als eine Gefangene – eine Frau von politischem Wert, die er an sich zu binden versteht. Simone Knodel erzählt Radegundes Weg von den Ufern der Unstrut bis ins fränkische Reich, von der geraubten Königstochter zur Ehefrau eines Eroberers, die sich schließlich ihren eigenen Weg sucht.

Der Roman führt in eine Epoche, die zwischen Antike und Mittelalter keinen festen Boden kennt. Alte Ordnungen zerbrechen, neue sind noch nicht gefunden. In dieser Welt stellt sich für Radegunde eine Frage, die weit über das sechste Jahrhundert hinausreicht: Was bleibt einem Menschen, dem Herkunft, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung genommen wurden? Und wo beginnt Freiheit, wenn äußere Freiheit nicht mehr möglich ist? Radegundes Antwort führt sie in ein Kloster nach Poitiers, wo sie bis heute als Heilige verehrt wird – doch der Weg dorthin ist alles andere als geradlinig.

Ein historischer Roman für Leserinnen und Leser, die sich für die Frühgeschichte Thüringens jenseits der gängigen Epochengrenzen interessieren und die in einer fernen Biographie die Gegenwärtigkeit existentieller Fragen zu schätzen wissen.

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