Cover: Kampf um Thüringen

Kampf um Thüringen

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531 n. Chr.: Das Thüringer Königreich geht unter – Matthias Klaß erzählt, was dem letzten großen Kapitel seiner Geschichte vorausging.

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Im Jahr 531 endet an der Unstrut eine Epoche. Das Königreich der Thüringer, nach dem Zerfall des Römischen Reiches zu einer der großen Mächte Europas aufgestiegen, geht in einer einzigen Schlacht unter. Die Franken überrennen das Land, der letzte König Herminafried flieht mit seiner Familie, eine Prinzessin und ihr kleiner Bruder fallen in die Hände der Sieger. Matthias Klaß erzählt in seinem Roman von den Jahren, die zu dieser Katastrophe führten – von zerbrechenden Bündnissen, von Adeligen, deren Treue wankt, und von einem Königshaus, das den eigenen Untergang kommen sieht, ohne ihn aufhalten zu können.

Das Buch stellt die Fragen, die hinter der überlieferten Chronik liegen: Warum versagten die Bündnispartner der Thüringer, als es darauf ankam? Was trieb den Zusammenhalt der Adalingi, der königlichen Gefolgsleute, auseinander? Und was geschah wirklich in Zülpich, wo Herminafried zwei Jahre nach der Niederlage bei einem Sturz von der Stadtmauer zu Tode kam – eingeladen vom fränkischen König Theuderik, angeblich zu Verhandlungen? Klaß verbindet die wenigen Quellen, darunter Gregor von Tours' berühmten Bericht von den Leichenbergen im Flussbett, mit den Leerstellen, die nur Erzählung füllen kann.

Ein Roman für alle, die Thüringens Geschichte jenseits der gängigen Epochen suchen – dort, wo sie rau und fremd und wenig erzählt ist. Und die bereit sind, sich auf eine Zeit einzulassen, in der Europa noch keinen Namen hatte, aber bereits um seine Gestalt kämpfte.

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