Cover: Die kürzesten Kriminalgeschichten der Welt

Die kürzesten Kriminalgeschichten der Welt

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Siebzehn Silben, ein Verbrechen, kein Wort zu viel – Stefan Wogawa verdichtet den Krimi auf seine reinste Form.

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Drei Zeilen, siebzehn Silben – und ein Verbrechen. Stefan Wogawa nimmt eine der ältesten und knappsten poetischen Formen der Welt und führt sie dorthin, wo man sie nicht erwartet: an den Tatort. Seine 60 Krimi-Haiku erzählen von Mord und Motiv, von Schuld und Spur, verdichtet auf das Äußerste. Was das japanische Haiku in der Naturbetrachtung leistet – einen Moment einfangen, der größer ist als seine Worte –, versuchen diese Texte im Kriminellen: den Augenblick, in dem alles kippt.

Die Frage, die hinter diesem schmalen Band steckt, ist dabei keineswegs nur spielerisch. Sie rührt an den Kern dessen, was Kriminalliteratur ausmacht: Wie wenig braucht eine Geschichte, um Spannung zu erzeugen? Reichen fünf, sieben, fünf Silben, um einen Fall zu öffnen, der sich im Kopf der Lesenden weiterschreibt? Wogawa vertraut der Leerstelle. Er setzt auf das, was zwischen den Zeilen geschieht – und überlässt die Ermittlungsarbeit denen, die lesen.

Ein Buch für alle, die Sprache gern auf Präzision abklopfen. Für Liebhaber des Kriminalgenres, die wissen wollen, wie weit man es verdichten kann, ohne dass es seinen Nerv verliert. Und für alle, die sich gern überraschen lassen – von der Kürze.

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