Cover: Das unsichtbare Visier

Das unsichtbare Visier

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Eine Fernsehserie, die Millionen begeisterte – und bis heute Fragen aufwirft, die sich nicht so leicht beantworten lassen wie das Einschalten eines Fernsehers.

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Eine Fernsehserie, die Millionen vor die Bildschirme zog. Armin Mueller-Stahl als Kundschafter Werner Bredebusch, unterwegs im Westen, im Auftrag der Aufklärung – „Das unsichtbare Visier" war die Agentenserie des DDR-Fernsehens, mit Sehbeteiligungen von weit über fünfzig Prozent. Stefan Wogawa erzählt die Geschichte dieser Kultserie: ihre Entstehung, ihre Machart, ihre Wirkung. Er nimmt die Filme ernst als das, was sie zunächst einmal waren – Filme. Nicht Geheimdienstdokumentation, nicht Propagandamaterial, sondern Erzählungen, die ein Publikum fanden, weil sie handwerklich funktionierten und Figuren schufen, die im Gedächtnis blieben.

Dass das Ministerium für Staatssicherheit auf die Serie Einfluss nahm, dass deren Helden „Kundschafter" waren, also Agenten eines Dienstes, über den heute vor allem im Ton der Abrechnung gesprochen wird – das verschweigt dieses Buch nicht, und es weicht der Frage nicht aus, ob man über solche Filme überhaupt noch wohlwollend schreiben darf. Wogawa begegnet ihr, indem er genau hinsieht: auf Drehbücher und Drehorte, auf Schauspieler und Sendetermine, auf die Differenz zwischen künstlerischer Widerspiegelung und Wirklichkeit. Gerade diese Genauigkeit macht das Buch zu mehr als einer Werkschau.

Geschrieben für alle, die sich an die Serie erinnern, und für jene, die verstehen wollen, wie Fernsehen in der DDR funktionierte – jenseits pauschaler Urteile.

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