Das Jahr 529: In der Nähe des heutigen Eisenach haben die Thüringer die Franken geschlagen. Doch der Sieg hat seinen Preis. In den Sippen mischen sich Trauer und Erleichterung, und der Frieden, der nun geschlossen werden soll, ist brüchig wie frischer Lehm. Geiseln werden ausgetauscht, Bündnisse beschworen – aber wer bürgt dafür, dass sie halten? Die Adelsfamilie Herwald steht im Zentrum der Ereignisse. Ihre Geschicke sind verwoben mit denen des Thüringer Königreiches, das in diesen Jahren zwischen Machtanspruch und Verwundbarkeit seinen Weg sucht.
Herbert Schida erzählt von einer Zeit, die in der Geschichtsschreibung oft nur als Fußnote auftaucht: das Thüringer Königreich vor seinem Untergang. Sein Roman stellt die Frage, was es bedeutet, einem Frieden zu vertrauen, der aus Erschöpfung geboren wurde. Wie leben Menschen weiter, deren Welt von Krieg gezeichnet ist, während die nächste Bedrohung bereits Gestalt annimmt? Zwischen dynastischer Pflicht und persönlichem Verlust entfaltet sich eine Geschichte, in der das Politische und das Menschliche nicht zu trennen sind.
Ein historischer Roman für Leserinnen und Leser, die sich für die frühmittelalterliche Geschichte Thüringens jenseits der gängigen Erzählungen interessieren – und die wissen, dass die Vergangenheit ihre Spannung nicht aus der Ferne bezieht, sondern aus der Nähe zu den Menschen, die sie durchlebt haben.