Cover: Sehnsucht nach Arkadien

Sehnsucht nach Arkadien

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Eine Frau zwischen den Sprachen, Kulturen und Welten ihrer Zeit – deren Leben selbst ein Werk war.

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Im Thüringischen geboren, in Kopenhagen aufgewachsen, in Rom zu Hause – die Biographie dieser Frau liest sich wie der Entwurf eines europäischen Lebens, lange bevor es dafür einen Begriff gab. Des Deutschen und Dänischen gleichermaßen mächtig, in Literatur und Kunst gebildet, Ehefrau und Mutter, Dichtende und Salonière, Sammlerin und Mäzenatin, dabei seit der Jugend durch den Verlust des Gehörs gezeichnet: „Sehnsucht nach Arkadien" erzählt von einer Frau, die sich zwischen den Kulturen nicht verlor, sondern sie verband. Ihre Wege führten vom Göttinger Hainbund zu den Schweizer Philanthropen, von den Freimaurern in Gotha zu den Künstlerkreisen Roms, vom Genfer See in die Salons Kopenhagens.

Das Buch fragt, was es bedeutete, als Frau im achtzehnten Jahrhundert ein solches Netz zu knüpfen – zwischen Nord und Süd, zwischen Sprachen und Denkräumen, zwischen den Ansprüchen der Gesellschaft und dem eigenen Gestaltungswillen. Es zeichnet eine Kulturvermittlerin nach, deren Wirken in keine der gängigen Kategorien passt und die gerade deshalb aus dem Gedächtnis der Nachwelt verschwand. Die Sehnsucht nach Arkadien, die den Titel trägt, war keine Flucht ins Idyll, sondern der Antrieb einer Frau, die in der Begegnung mit Kunst und Menschen einen eigenen Ort suchte.

Eine Lektüre für alle, die sich für europäische Kulturgeschichte jenseits der großen Männernamen interessieren und bereit sind, einer vergessenen Stimme des achtzehnten Jahrhunderts zuzuhören.

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