Die Marktwirtschaft, so Wolfgang Beck, hat ihre historische Aufgabe erfüllt – und ist an deren Ende angelangt. In seinem „Manifest für die Bedarfswirtschaft" entwirft der Ingenieur und Autor das Modell einer Wirtschaftsordnung, die nicht vom Markt, sondern vom tatsächlichen Bedarf der Menschen her gedacht wird. Was in seinem Vorgängerband „Alles hat ein Ende auch die Marktwirtschaft" als These angelegt war, wird hier verdichtet, zugespitzt und in eine programmatische Form gebracht.
Beck argumentiert dabei nicht aus der Tradition ökonomischer Schulen, sondern mit dem analytisch-pragmatischen Blick des Technikers: Was funktioniert nicht mehr, und warum? Welche Denkweisen haben sich überlebt, welche Ansätze – manche davon älter als vermutet – verdienen es, wiederentdeckt zu werden? Die Unzulänglichkeiten der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung werden dabei ebenso benannt wie die Frage, ob ein solcher Gegenentwurf zwangsläufig als Gespenst erscheinen muss. Am Ende steht eine frei nach Marx gewendete Forderung: Die Welt nicht nur verschieden zu interpretieren, sondern sie tatsächlich zu verändern.
Ein Buch für Leserinnen und Leser, die bereit sind, ökonomische Gewissheiten in Frage zu stellen – und die an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Alternativen interessiert sind, jenseits von Parolen und jenseits von Resignation.