Ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums ist tot. Selbstmord, heißt es. Der pensionierte Frankfurter Mordermittler Enders glaubt das nicht, und gemeinsam mit seinem Freund Thomas Bruch beginnt er, die Umstände des Todes aufzuklären. Was als private Recherche beginnt, führt die beiden rasch in Gefilde, in denen andere Regeln gelten: Der Geheimdienst wird auf sie aufmerksam, Spuren werden verwischt, Zeugen verstummen. Irgendjemand hat großes Interesse daran, dass eine bestimmte Wahrheit niemals ans Licht kommt.
Im Zentrum steht die fiktive „Operation Omgus" – ein Szenario, in dem alliierte Nachkriegspolitik und die Netzwerke ehemaliger Nazigrößen nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiteten. Ein geheimes Handbuch, das Politik, Verwaltung und Justiz der Bundesrepublik lenkt. Manipulierte Wahlen. Eine Souveränität, die nur auf dem Papier existiert. Der Roman greift damit Fragen auf, die in der deutschen Nachkriegsgeschichte immer wieder schwelen: Wie tief reichten die personellen Kontinuitäten zwischen NS-Staat und Bundesrepublik tatsächlich? Und wo verläuft die Grenze zwischen historisch belegter Verstrickung und Verschwörungserzählung? Das Buch traut seinen Lesern zu, diese Grenze selbst zu ziehen.
Ein Politthriller für alle, die sich für die Schattenseiten der deutschen Nachkriegsordnung interessieren – und die gern dort weiterlesen, wo offizielle Geschichtsschreibung ungern hinschaut.