Cover: „Hohle Töpfe haben den lautesten Klang“

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„Hohle Töpfe haben den lautesten Klang“

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Shakespeare trifft Kommunalpolitik – und wer genau hinhört, erkennt, wen der Barde wirklich meinte.

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29.000 verschiedene Wörter hat William Shakespeare in seinen Werken verwendet – sechsmal so viele wie die King-James-Bibel. Aus diesem gewaltigen Fundus haben Stefan Wogawa und Frank Kuschel Zitate ausgewählt und sie mit Begriffen aus der Kommunalpolitik verknüpft. Was dabei entsteht, ist kein philologischer Kommentar und kein politischer Ratgeber, sondern etwas Drittes: eine Sammlung kleiner Zusammenstöße zwischen elisabethanischer Dichtung und deutschem Verwaltungsalltag, zwischen Hamlet und Haushaltssperre.

Die Idee klingt verspielt, hat aber einen ernsten Kern. Denn wer Shakespeare neben die Wirklichkeit kommunaler Gremien legt, merkt schnell, wie wenig sich an den Grundmustern menschlichen Handelns geändert hat: Eitelkeit, Machtspiel, Worthülsen, aber auch Klugheit und gelegentliche Größe – all das findet sich in den Dramen wie in jeder Stadtratssitzung. Der Titel, selbst ein Shakespeare-Zitat, setzt den Ton: pointiert, mit leisem Spott, ohne Häme.

Ein Buch für Menschen, die in der Kommunalpolitik arbeiten und sich darin wiedererkennen wollen. Und für alle, die Shakespeare schätzen und neugierig genug sind, seine Sätze einmal ganz anders zu lesen – nicht als Bildungsgut, sondern als Werkzeug, das erstaunlich scharf geblieben ist.

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