Luxemburg unter deutscher Besatzung: Ein kleines Land, das die Nationalsozialisten kurzerhand dem Reich einverleiben wollten – und in dem sich Widerstand regte, oft leise, oft unter Lebensgefahr. Kathrin Mess erzählt von Frauen, die sich der Unterdrückung entgegenstellten: als Fluchthelferinnen, als Verbindungsglieder der Résistance, als Verweigerinnen. Frauen unterschiedlichster Herkunft, verschiedener politischer Haltungen und sozialer Milieus, die eines verband – die bewusste Entscheidung, nicht mitzumachen. Viele von ihnen bezahlten dafür mit Verfolgung, Inhaftierung, Deportation. Der Satz, der dem Buch seinen Titel gibt, war keine leere Drohung.
Das Buch stellt eine Frage, die in der Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges noch immer zu selten gestellt wird: Welche Rolle spielten Frauen im organisierten und im alltäglichen Widerstand – und warum ist ihr Handeln so lange im Schatten geblieben? Mess arbeitet heraus, dass weiblicher Widerstand oft andere Formen annahm als der männliche, nicht weniger wirksam, aber weniger sichtbar, und deshalb von der Nachkriegsgesellschaft anders erinnert wurde. Die Luxemburger Perspektive öffnet dabei den Blick auf ein Kapitel europäischer Besatzungsgeschichte, das im deutschsprachigen Raum kaum bekannt ist.
Ein Buch für alle, die sich mit der Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus befassen und bereit sind, den Blick zu weiten – über die bekannten Narrative hinaus, hin zu den Frauen, die in voller Kenntnis der Konsequenzen handelten.