Ein Zeitreisender will Hitler stoppen, bevor das Unheil seinen Lauf nimmt – doch wer an der Geschichte dreht, bekommt nicht unbedingt die Antwort, die er sich erhofft. In diesen Kurzgeschichten öffnen sich Risse im Vertrauten: Außerirdische betreten die Bühne einer Menschheit, die sich selbst noch nicht verstanden hat. Das Unfassbare geschieht am helllichten Tag, und die Reaktionen der Umstehenden verraten mehr über unsere Gegenwart als jede Analyse. Zukunftige Generationen blicken zurück auf das, was wir heute für normal halten – und erschrecken.
Die Geschichten in diesem Band kreisen um eine unbequeme Frage: Was sagt es über uns aus, wie wir mit dem Unerwarteten umgehen? Ob Gedankenexperiment, Grenzüberschreitung oder stille Verschiebung der Wirklichkeit – der gesellschaftskritische Blick zielt weniger auf ferne Sphären als auf den Menschen selbst. Auf seine Gewissheiten, seine Reflexe, seine blinden Flecken. Die dunklen Sphären des Titels liegen nicht im Weltraum und nicht in der Vergangenheit. Sie liegen dort, wo wir nicht hinschauen wollen.
Ein Buch für Leserinnen und Leser, die Kurzgeschichten als das schätzen, was sie sein können: verdichtete Unruhe, die noch nachwirkt, wenn die letzte Seite längst umgeblättert ist.