Cover: Das Henkerlächeln – Teil II

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Das Henkerlächeln – Teil II

Klarheit im Zeitalter der Auflösung

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Wer einmal gelernt hat, dem Chaos ins Gesicht zu sehen, sucht keine Zuflucht mehr – er sucht Klarheit.

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Die Auflösung ist kein Ereignis, sie ist ein Zustand. In der Fortsetzung von „Das Henkerlächeln" verdichtet sich, was im ersten Teil als Unbehagen begann, zu einer Bestandsaufnahme der Gegenwart: Begriffe verlieren ihre Bedeutung, Institutionen ihren Halt, das Lächeln derer, die richten, wird zur Normalität. Der Text bewegt sich durch die Risse einer Ordnung, die sich selbst nicht mehr erklären kann – und die gerade deshalb umso lauter von sich spricht. Wo Gewissheiten zerbröseln, wächst nicht Freiheit, sondern Orientierungslosigkeit, und mit ihr die Versuchung, jede Klarheit als Zumutung abzutun.

Was dieses Buch antreibt, ist keine Nostalgie nach festem Grund, sondern die Frage, ob Klarheit noch möglich ist, wenn die Sprache selbst zum Werkzeug der Verschleierung geworden ist. Wer darf noch benennen, was ist, ohne sich dem Verdacht auszusetzen, zu vereinfachen? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, die das Benennen verlernt hat? „Das Henkerlächeln – Teil II" sucht keine bequemen Antworten auf diese Fragen. Es besteht darauf, sie überhaupt zu stellen – mit der Genauigkeit, die dem Gegenstand geschuldet ist, und ohne die Selbstgefälligkeit, die das Unbequeme so oft begleitet.

Ein Buch für Leser, die bereit sind, Denkbewegungen mitzuvollziehen, auch wenn diese nicht in Bestätigung münden. Für Menschen, denen die Unterscheidung zwischen Haltung und Pose noch etwas bedeutet.

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