Was verbirgt sich hinter der berühmtesten Formel der Physik? Barbara Schramm nimmt Einsteins E = mc² beim Wort und legt eine Neuinterpretation vor, die das vertraute Verhältnis von Masse und Energie grundlegend verschiebt. In einem gedanklichen kosmologischen Schnitt durch die Erde macht sie eine Struktur sichtbar, die sie als „Geometry of Trinity" beschreibt – eine dreigliedrige Ordnung, die der Masse-Energie-Einheit zugrunde liegen soll und die in der klassischen Lesart der Formel unsichtbar bleibt.
Das Buch greift weit aus: von der Geometrie der Gravitation, die Einstein zeitlebens suchte, über einen analogen Schnitt durch das Atom, der die String-Theorie berühren soll, bis hin zu einer philosophischen Wendung, die den abendländischen Dualismus von Leib und Seele durch den Begriff des Dividuums ablösen will. Es ist ein schmaler Band von sechzig Seiten, der sich nicht mit Vorsicht aufhält, sondern Denkgebäude der reinen Logik in Frage stellt – mit dem Anspruch, Physik, Kosmologie und Philosophie an einem gemeinsamen Punkt zusammenzuführen.
Eine Lektüre für Leserinnen und Leser, die bereit sind, vertraute Denkmuster zu verlassen, und die Freude daran haben, sich an einem unorthodoxen Entwurf zu reiben – gleichviel, ob sie ihm folgen oder ihm widersprechen.