Cover: Nachgefragt in einem zerrissenen Land

Nachgefragt in einem zerrissenen Land

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75 Jahre deutsche Geschichte, erlebt und erfragt von einem, der dabei war – ein Buch gegen Sprachlosigkeit und vorschnelle Antworten.

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Ein Kind, das 1942 in Thüringen geboren wird, kennt den Frieden nur vom Hörensagen. Es wächst hinein in eine Welt, die sich gerade neu sortiert – und dabei auseinanderbricht. Der Autor erzählt von Arnstadt, von der Grünen Grenze im Harz, die er als Siebenjähriger an der Hand seiner Mutter überquert hat, von einer Kindheit zwischen Trümmern und Aufbruch, von Lehrern, die den Krieg noch in den Knochen trugen. Er schreibt im Präsens, dicht am Geschehen, und führt durch 75 Jahre deutscher Geschichte: von der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs über die staatliche Spaltung und ein bewusstes Leben in der DDR bis zu deren Ende – und darüber hinaus in eine Gegenwart, die eigene Zerrissenheiten mitbringt.

Das Buch heißt „Nachgefragt", und genau das ist sein Prinzip. Es gibt sich nicht zufrieden mit den Erzählungen, die glatt aufgehen. Es fragt nach den Brüchen, den Widersprüchen, den Stellen, an denen Erinnerung unbequem wird. Es geht um Sprachlosigkeit – zwischen Generationen, zwischen Ost und West, zwischen dem, was war, und dem, was daraus geworden ist. Der Autor will keine abschließenden Antworten liefern. Er will das Fragen selbst verteidigen, als eine Haltung, die nötig bleibt, solange die Risse in diesem Land nicht verwachsen sind.

Ein Buch für alle, die deutsche Nachkriegsgeschichte nicht als abgeschlossenes Kapitel betrachten. Für Leserinnen und Leser, die wissen wollen, wie sich Zeitgeschichte anfühlt, wenn man sie nicht aus der Distanz betrachtet, sondern mittendrin gestanden hat – in Arnstadt, in Thüringen, in einem Land, das sich bis heute an seiner eigenen Geschichte abarbeitet. Mit einem Bildteil von 85 Fotografien, die das Erzählte greifbar machen.

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