Donald Trump hat Sätze gesagt, die man zweimal lesen muss – nicht weil sie so klug sind, sondern weil man seinem eigenen Leseverständnis misstraut. Er hat Belgien für eine Stadt gehalten, Wörter erfunden, die keiner versteht, und Zusammenhänge hergestellt, die es nie gegeben hat. Was passiert, wenn man diese Zitate nimmt und sie neben den Alltag deutscher Kommunalpolitik stellt? Genau das probieren Stefan Wogawa und Frank Kuschel in diesem kleinen Buch aus: Sie ordnen Trumps Äußerungen Begriffen aus der kommunalpolitischen Praxis zu – von Haushaltssperre bis Bürgerbeteiligung.
Das Prinzip klingt wie ein Spiel, und es ist auch eines. Aber im besten Fall entsteht dabei mehr als Komik: ein Blick auf die Mechanik politischer Sprache, auf die Kluft zwischen Reden und Meinen, auf die Frage, wie viel Unsinn eine demokratische Öffentlichkeit verträgt, bevor sie aufhört, genau hinzuhören. Trump-Zitate wirken in der Nachbarschaft von Abwassergebühren und Flächennutzungsplänen nicht weniger absurd – aber die Absurdität bekommt einen Rahmen, in dem sie sichtbar wird.
Ein Buch für alle, die in Stadträten, Gemeinderäten oder Kreistagen sitzen und gelegentlich das Gefühl haben, die Wirklichkeit übertreffe jede Satire. Und für alle anderen, die politische Sprache nicht nur ertragen, sondern auch durchschauen wollen.